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Rotary

Zur Geschichte der Rotary-Bewegung

Service above Self



Am 23. Februar 1905 gründete der Anwalt Paul P. Harris in Chicago den ersten Rotary Club, dessen Ziel neben der Ausführung gemeinnütziger Projekte die Pflege der Freundschaft war. Der Name Rotary leitet sich aus der Praxis ab, sich im Rotationsprinzip in den Büros der Mitglieder zu treffen.

Rotary gewann schnell an Popularität, und innerhalb eines Jahrzehnts entstanden in zahlreichen Städten Nordamerkas, angefangen bei San Francisco über New York bis hin nach Winnipeg verschiedene neue Clubs. Bis 1921 hatte sich die rotarische Präsenz auf sechs Kontinente ausgebreitet. Im Jahr darauf gab sich die Organisation offiziell den Namen Rotary International.

Im Zuge des ständigen Wachstums der rotarischen Bewegung erweiterte sich auch die Dienstmission. Es ging nun nicht mehr um die professionellen und sozialen Anliegen im Gesichtsfeld der Clubmitglieder, sondern Rotarier begannen mit der systematischen Bündelung ihre Ressourcen, um Bedürftigen Hilfestellung leisten zu können. Aus dieser Zeit stammt auch das zeitlose Motto der Organisation, dass uneigennützige Dienstbereitschaft am Mitmenschen formuliert: Service above Self - Selbstloses Dienen heißt bis heute der Leitspruch der Rotarier, wo immer sie sich auch sozial engagieren.

1925 war Rotary auf 200 Clubs mit über 20.000 Mitgliedern angewachsen und hatte sich einen Ruf erworben, der eine Mitgliedschaft sogar für Regierungsverantwortliche attraktiv machte. Auch der Schriftsteller Thomas Mann, der Diplomat Carlos P. Romulo, der große Albert Schweitzer, und Komponist Jean Sibelius waren Rotarier.

The Four-Way Test

1932 formulierte der Rotarier Herbert J. Taylor den Four-Way Test, die Vier-Fragen-Probe. Dieser Ehrenkodex sollte 11 Jahre später offiziell von Rotary aufgenommen werden. Er leitet bis heute als moralischer „Lackmustest" (in über 100 Sprachen) die Rotarier, wenn sie sich bei ihrem Tun fragen:

Bei allem, was wir denken, sagen oder tun, sollten wir uns fragen:
1. Ist es WAHR?
2. Ist es FAIR für alle Beteiligten?
3. Wird es FREUNDSCHAFT und GUTEN WILLEN fördern?
4. Wird es dem WOHL aller Beteiligten dienen?



Rotary im Zweiten Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg zwang viele Rotary Clubs besonders in Europa zur Auflösung. Auch im Nazi-Deutschland waren Rotary Clubs selbstverständlich verboten. Andere Clubs verstärkten ihre Anstrengungen, Kriegsopfern beistehen zu können. Im Jahre 1942 legte eine rotarische Konferenz zur Förderung internationaler kultureller Austauschmöglichkeiten den Grundstein für die spätere Gründung der UNESCO.

1945 waren 49 Rotarier in 29 Delegationen auf der Gründungskonferenz der Vereinten Nationen vertreten. Auch heute noch bestehen enge rotarische Beziehungen zur UNO und Rotarier nehmen immer noch als Beobachter bei UNO-Konferenzen teil.

Winston Churchill sagte einmal über Rotary: Es gibt nur wenige, die nicht anerkennen, welch gutes Werk Rotary Clubs in der freien Welt tun.

Auf zu neuen Ufern - ein neues Dienstjahrhundert

Rotary reagiert mit seinem Hilfsangebot auf die sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse und eine sich stets verändernde Welt. So stehen heute Arbeitsschwerpunkte wie Umweltschutz, Analphabetismus, Wasserwirtschaft, Hunger und Kinderfürsorge auf dem Programm.

Seit 1989 sind Frauen offiziell zugelassen; die Zahl der Rotarierinnen beträgt heute 145.000.

Nach dem Fall der Mauer und der Auflösung der Sowjetunion konnten sich Rotary Clubs auch wieder in Mittel- und Osteuropa formieren. Der erste russische Rotary Club wurde 1990 gechartert.

Heute gibt es 1,2 Millionen Mitglieder in weltweit über 32.000 Clubs.

 

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